Zum Auftakt von «Das Schweizer Asylsystem – eine Spurensuche» spricht Florian Lüthi mit Claudio Martelli. Er ist Vizedirektor des Staatssekretariats für Migration (SEM) und leitet den Direktionsbereich Asyl. Martelli beschreibt den Weg eines Asylgesuchs seit der Neustrukturierung 2019: von der Registrierung im Bundesasylzentrum über die Dublin-Prüfung bis zum Entscheid. Er erläutert, wie verletzliche Menschen geschützt werden und was nach einem negativen Entscheid geschieht. Er ordnet die politische Debatte, den EU-Asyl- und Migrationspakt und den Schutzstatus S ein. Sein Anliegen zum Schluss: mehr Sachlichkeit und Nähe zu den Fakten.
https://podcast.ausha.co/voxethica-asyl-asile-ch/das-verfahren-von-innen-mit-claudio-martelli
Kapitel
00:00 Einführung in die Serie
02:49 Werdegang von Claudio Martelli
04:14 Der Ablauf eines Asylverfahrens
06:50 Das Dublin-System
11:16 Schutz besonders verletzlicher Menschen
14:03 Nach dem Entscheid: Wegweisung und Rückkehr
18:27 Sichere Herkunftsstaaten und vorläufige Aufnahme
21:13 Politische Entwicklungen: Revision 2019 und EU-Migrationspakt
25:17 Europäische Solidarität
27:47 Schwankende Zahlen, Ukraine und Status S
33:42 Die Haltung in den Bundesasylzentren
36:32 Die Rolle von Zivilgesellschaft und Kirchen
38:52 Die öffentliche Debatte
41:56 Was Zahlen aussagen – Integration und Akzeptanz
48:54 Schlusswort
49:38 Ausblick auf Folge 2 mit Irene Neubauer
Hinweis: In dieser Serie sprechen Menschen, die beruflich oder seelsorgerlich mit dem Asylsystem verbunden sind. Zeugnisse von Menschen mit Fluchterfahrung fehlen bewusst, zu ihrem Schutz.
Folge 2 ab 11. Oktober mit Irene Neubauer, Seelsorgerin in einem Bundesasylzentrum, über Präsenz, Zuhören und das gemeinsame Aushalten von Ohnmacht.

