Die Päpstliche Kommission Justitia et Pax wurde 1967 von Papst Paul VI. im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils gegründet. In seiner Ansprache an die Mitglieder und Berater von Justitia et Pax verwies Paul VI. auf die Enzyklika Populum Progressio, die alle Menschen guten Willens dazu aufforderte, sich bewusst zu machen, dass sie alle Brüder sind. Als Kinder des „lebendigen Gottes, des Vaters aller Menschen” (§ 21) sind alle Menschen dazu aufgerufen, gemeinsam zu wachsen (§ 17), die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und eine solidarische Entwicklung der Menschheit zu fördern. Dies erfordert gemeinsame Anstrengungen, um Ungerechtigkeit zu bekämpfen und damit den Frieden zu bewahren. In vielen Ländern wurden daraufhin Justitia et Pax Kommissionen gegründet. Sie haben zum Ziel, den Frieden zu fördern, insbesondere durch die Unterstützung von Abrüstungspolitik, die Förderung einer Kultur des Friedens und der Achtung der Menschenrechte. Sie tragen zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit und in katholischen Kreisen bei.
Die Schweizerische Kommission Justitia et Pax wurde 1969 als Beratungsgremium der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) gegründet. Seitdem hat sie sich mit zahlreichen Themen befasst: Entwicklung, Ökologie, Migration, Justiz, Wirtschaft, Zivildienst, Asylpolitik, Abrüstung, etc.. Sie hat auch regelmässig mit den protestantischen Kirchen zusammengearbeitet. Die der Dienststelle „Vox Ethica” angegliederte Schweizerische Kommission Justitia et Pax wurde im Dezember 2025 von der SBK wiedergewählt. Ihr Präsident, Thomas Wallimann-Sasaski (Direktor von ethik22), ist Theologe und Spezialist für christliche Sozialethik. Weitere Mitglieder der Kommission sind:
- Tobias Karcher SJ (Lassalle-Institut)
- Robert Unteregger (Philosoph, Professor an der PH Bern)
- Mgr. Josef Stübi (Weihbischof des Bistums Basel, Vertreter der SBK)
Und drei neue Mitglieder:
- Matteo Frey (Forscher am Institut für Sozialethik der Universität Luzern)
- Ada Marra (ehemalige Nationalrätin, Seelsorgerin im Gesundheitsbereich, in Ausbildung)
- Jean-Noël Maillard (Direktor von Caritas Jura)
Wissenschaftliche Sekretärin ist Florence Quinche, Leiterin von Vox Ethica. Die Schweizer Kommission ist Teil des Netzwerks der Justitia et Pax Kommissionen Europas, dem 32 weitere nationale Kommissionen angehören, die jeweils von ihren Bischofskonferenzen ernannt und beauftragt werden. In ihren jüngsten Stellungnahmen hat sich Justitia et Pax Schweiz insbesondere gegen die Ausweitung des Waffenexports durch Schweizer Unternehmen ausgesprochen.
Die jüngsten Stellungnahmen von Justice and Peace Europe befassen sich mit folgenden Themen: Justice, Peace and Human Dignity for Greenland 20.01.26. Justice and Peace for Venezuela and its people, 6.01.26.

